Profil
Josef Maier
1948 – 1968 1. Vorsitzender
1949 – 1976 Regisseur
1968 Ehrenvorstand
1970 – 1973 1. Vorsitzender
1976 Auszeichnung für 50 Jahre aktive Tätigkeit
Über Josef Baptist
Josef Maier trat 1926 in die Theatergesellschaft ein. Er stand als Schauspieler auf der Bühne und war von 1949 – 1976 Regisseur. Am 20. März 1976 wurde er für 50 jährige aktive Tätigkeit ausgezeichnet. Sicherlich war er einer der ganz Großen in der Theatergesellschaft. Er war auch derjenige, der in Zeiten, als es mal nicht so gut um den Verein stand, niemals auf die Idee gekommen wäre, das Handtuch zu werfen, sondern stets bereit war, um unseren traditionellen Verein mit allen Mitteln zu kämpfen.
Von 1948 – 1968, zwanzig Jahre lang, war er Vorstand und wurde 1968 zum Ehrenvorstand ernannt. Als er im gleichen Jahr sein Amt abgab, wanderte der Verein in eine große Krise. Sein Nachfolger hatte Schwierigkeiten, Spieler für ein neues Theaterstück zu finden und gab sein Amt gleich wieder ab. Nachdem es im darauffolgenden Jahr mit Theaterspielern nicht besser aussah, vermutete man das Ende des Amateurtheaters in Liptingen und trug sich mit dem Gedanken, den Verein aufzulösen. Der Termin dafür auf dem Rathaus war bereits gemacht, als Josef Maier mit den Worten “Man lässt einen traditionellen Verein, der bereits über 90 Jahre besteht, nicht im Stich und löst ihn so mir nichts dir nichts auf” zusammen mit Otto Schoch 1970 die Vorstandschaft erneut übernahm, um unseren Verein zu retten. In den darauffolgenden 3 Jahren, bis 1973 Leo Kupferschmid die erste Vorstandschaft übernahm, führte Josef Maier den Verein aus seiner sicherlich größten Krise.
Viele unserer Vereinsmitglieder erinnern sich gerne an Josef Maier zurück, den Mann den man Schuster nannte (er war Schuhmacher von Beruf). Er war ein Spieler erster Sahne und konnte spontan vom Stuhl aufstehen und einen Vortrag par excellence halten. Er war stets bemüht, in den Jahren in denen er Regie führte, ein Stück auf die Beine zu stellen und war sich niemals zu schade, sich die Füße im Dorf wund zu laufen, um Spieler zu finden, wenn er seine Besetzung noch nicht komplett hatte. Wenn es notwendig war, brach er hier auch ungeschriebene Traditionen, indem er zum Beispiel einmal eine verheiratete Spielerin erfolgreich bat, Theater zu spielen. Dies war nämlich zur damaligen Zeit nicht üblich, weil Spielerinnen, die geheiratet hatten, generell mit dem Theaterspielen aufhörten.
Josef Maier bleibt wohl noch lange in den Erinnerungen unserer Mitglieder haften, und nicht zuletzt durch den Namen unseres Vereinsraumes.
Als wir nämlich im Zuge der Hallenrenovierung 1992 unseren eigenen Vereinsraum in der neu umgebauten Schlossbühlhalle erhielten, wurde dieser zu Ehren Josef Maiers Schusterstube getauft.